Häufige Fragen zur Hundehaft­pflicht

lachender Hund
  • 1.   Was ist vor Vertragsabschluss der Hundehaft­pflicht zu beachten?

    Rasseliste: Es ist wichtig, die Rasse deines Hundes zu kennen, wenn du eine Hunde­haft­pflicht­versicherung abschließen möchtest, denn sie ist relevant für die Tarif­auswahl. Hast du beispiel­sweise einen Vierbeiner, den die Ver­sicherungs­gesellschaft als Listenhund einstuft, liegt ein erhöhtes Ver­sicherungs­risiko vor. Der Beitrag wird wahrscheinlich höher ausfallen als bei einem anderen Hund. Dir ist die Rasse deines Hundes unbekannt? Dein Tierarzt kann dir hier bestimmt weiterhelfen.

    Lücken­freie Absicherung: Hab beim Ver­sicherungs­abschluss ein Auge darauf, Lücken in deinem Ver­sicherungs­schutz zu vermeiden. Der Beginn der neuen Ver­sicherung sollte direkt an das Ende des alten Vertrages anschließen.

    Leistungen: Achte darauf, dass du die Risiken, die dir wichtig sind, mit der Hundehaftpflicht abdeckst. Passen Freunde oder Familie auf deinen Hund auf, sollte die „Fremdhüter-Klausel“ beinhaltet sein, wohnst du zur Miete, oder nimmst deinen Hund mit in den Urlaub, achte darauf, dass dein Tarif Miet­sach­schäden abdeckt usw. Der Tarif muss zu dir und deinem Hund passen.

  • 2.   Ist mein Hund über die Privat­haftpflicht versichert?

    Privat­haftpflicht reicht nicht aus: Während Kaninchen, Hamster oder Katzen über die Privat­haftpflicht mitversichert sind, benötigst du für deinen Hund eine Hunde­haftpflicht­versicherung. Nur sie schützt dich, wenn dein Vierbeiner jemand anderem einen Schaden zufügt. Sinnvoll ist die Haftpflicht für jeden Hunde­halter, können Hunde doch extrem teure Schäden anrichten. Und für die musst du mit deinem ganzen Geld geradestehen.

  • 3.   Ich kenne die Rasse meines Hundes nicht und weiß nicht, was ich angeben muss

    Für die Beitrags­berechnung der Hunde­haftpflicht spielt die Hunderasse eine wichtige Rolle. Hast du einen Hund, der aufgrund seiner Rasse (z. B. ein Listenhund) von der Ver­sicherungs­gesellschaft auf einer Liste geführt wird, musst du für gewöhnlich einen erhöhten Beitrag in Form eines Risikoaufschlags zahlen. Falls du einen Mischling hast, bei dem sogar der Tierarzt keine Rasse bestimmen kann, wende dich an unser Beratungs­team Tier. Das findet auf jeden Fall einen passenden Tarif für dich und deinen Hund.

  • 4.   Wie verhalte ich mich im Schadensfall?

    Adressdaten: Wenn dein Vierbeiner jemandem einen Schaden zugefügt, notiere dir in jedem Fall Namen und Adressen der beteiligten Personen. Je nach Schwere der An­gelegen­heit: Scheue dich nicht, die Polizei zu rufen, wenn du Zweifel hast.

    Informiere uns zeitnah nach dem Schadens­ereignis über das Unfall­geschehen. Unser Tier-Beratungsteam steht dir gern mit Rat und Tat zur Seite.

    Hundehaftpflicht als indirekter Rechtschutz: Deine Hundehaftpflicht dient im Schadensfall immer auch als eine Art indirekte Recht­schutz­versicherung: Sie prüft, ob der jeweilige Schadens­ersatz­anspruch gegen dich und deinen Hund gerechtfertigt ist. Wenn ein berechtigter Anspruch vorliegt, übernimmt die Versicherung den Schaden. Ansonsten weist sie ihn zurück.

    Schaden melden: Informiere uns zeitnah nach dem Schadens­ereignis über das Unfall­geschehen. Dazu fülle bitte unser Schaden­formular aus. Dieses findest du hier: Haftpflicht­schaden melden

  • 5.   Was ist die Forderungs­ausfall­deckung?

    Die Forderungs­ausfall­deckung sichert dich gegen Schäden ab, die dir oder deinem Hund durch einen anderen Vierbeiner zugefügt werden. Stell dir dazu folgende Situation vor: Ein anderer Hund verletzt dich oder deinen Hund. Dessen Halter hat aber keine Hundehaft­pflicht und ist finanziell auch nicht in der Lage, den entstandenen Schaden anderweitig zu begleichen. In diesem Fall würde deine Hundehaft­pflicht die Kosten übernehmen. Vorausgesetzt, du hast darauf geachtet, dass die Forderungs­ausfall­deckung mit eingeschlossen ist.

  • 6.   Ab wann ist mein Hund versichert?

    Ver­sicherungs­schutz: Der Ver­sicherungs­schutz beginnt zu dem von dir gewünschten Ver­sicherungs­beginn. Es gibt keine Wartezeit. Du musst dich nur rechtzeitig um die Überweisung des Beitrages kümmern. Oder wenn du den Versicherer abbuchen lässt, dass dein Konto gedeckt ist. Die Ver­sicherungs­gesellschaft lässt dir dann die Ver­sicherungs­bestätigung per E-Mail oder auf dem Postweg zukommen.

    Tipp: Achte auf einen lückenlosen Ver­sicherungs­schutz! Das ist vor allem wichtig, wenn du von einer Hunde­haft­pflicht zu einer anderen wechselst.

  • 7.   Ist mein Hund auch in der Hunde­pension abgesichert?

    Dein Vierbeiner ist öfter zu Gast in einer Hunde­pension? Dort ist er normalerweise über die Hunde­haft­pflicht abgesichert. Fügt dein Hund einem gewerbs­mäßigen Hunde­betreuer einen Schaden zu, musst du als Hundehalter, oder eben gegebenenfalls deine Hunde­haft­pflicht, für den Schaden aufkommen. Vorausgesetzt der Hunde­betreuer hat nachweislich keine Schuld an der Situation.

  • 8.   Können die Beiträge zur Hunde­haftpflicht von der Steuer abgesetzt werden?

    Unter Umständen kannst du Steuern sparen, indem du die Beiträge zur Hunde­haft­pflicht bei der Steuererklärung angibst. Haft­pflicht­versicherungen wie die Hunde­haft­pflicht können als Vorsorge­aufwendungen geltend gemacht werden, denn sie dienen der finanziellen Absicherung des Versicherungs­nehmers. Allerdings gibt es bei den Vorsorge­aufwendungen Höchstbeträge, die meistens durch die Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge ausgeschöpft sind. Ist dies nicht der Fall, können die Beiträge bei der Einkommens­steuer­erklärung steuer­mindernd geltend gemacht werden. Also einfach einreichen und vom Finanzamt prüfen lassen. Schaden kann es nicht.

  • 9.   Was ist in der Hunde­haft­pflicht genau versichert?

    Hundehalter unterliegen der sogenannten Gefährdung­shaftung. Das bedeutet: Du haftest allein schon, weil du der Besitzer des Tieres bist - egal, ob du Schuld an einem Schaden hast oder nicht. Du musst nicht einmal anwesend gewesen sein. Du haftest für Schäden (Personen-, Sach- und Vermögens­schäden), die dein Hund anderen zufügt, mit deinem gesamten Hab und Gut und sogar deinem zukünftigen Einkommen. Genau deshalb ist die Hunde­haft­pflicht so enorm wichtig: Sie springt in Schadens­fällen für dich ein und trägt die Kosten, wenn es hart auf hart kommt. Sie funktioniert aber auch als indirekter Recht­schutz und wehrt unberechtigte Schadens­forderungen ab, notfalls auch vor Gericht.

  • 10.   Was passiert, wenn mein Hund verstirbt oder abgegeben bzw. verkauft wird?

    Ist dein Hund verstorben oder abgegeben worden, melde dich zeitnah bei uns. Der Ver­sicherungs­vertrag und somit der Ver­sicherungs­schutz der Hunde­haft­pflicht werden normalerweise ab dem Zeitpunkt aufgehoben, zu dem das versicherte Risiko nicht mehr besteht. Zu viel gezahlte Beiträge bekommst du in der Regel zurück.

  • 11.   Ich habe mehrere Hunde. Benötige ich für jeden Hund eine eigene Versicherung?

    Jeder Hund benötigt eine eigene Hundehaftpflicht. Viele Versicherungs­gesell­schaften gewähren aber Rabatte, wenn du einen zweiten Hund absichern möchtest. Kontaktiere uns einfach, wenn der zweite Hund bei dir einzieht und wir helfen dir den Neuzugang schnell und unkompliziert abzusichern.